NetworkingNetworking – so einfach wie immer wieder falsch gemacht!

Networking auf Veranstaltungen, auf Networking-Partys und auf Kennenlern-Events sind eine tolle Quelle, um immer wieder neue Kunden, Interessenten und Geschäftspartner für Dein Geschäft zu gewinnen. Vorausgesetzt, Du hältst Dich an ein paar einfache, aber grundlegende Regeln! Um diese soll es hier gehen.

Denn wenn Du einfach “nur mal so“ hingehst und dabei keinen guten, durchdachten Plan hast, endet eine solche Veranstaltung für Dich wie für viele – ja fast alle – andere Unternehmer. Nämlich so: „Kostet viel (Zeit), bringt aber nix“. Warum ist dem so? Ganz einfach: Offenbar verstehen Viele heutzutage unter Networking, dass sie so viele Events besuchen wie nur möglich, dort eine unendliche Menge von Visitenkarten verteilen und jedem die eigene Geschichte reinschrauben – ob man sie hören will oder nicht. Das funktioniert aber garantiert nicht!

Sicher ist Dir jetzt schon klar geworden, dass ich kein Fan dieser Art des Networking bin. Meine Einstellung dazu ist ganz klar: Halte Dich fern von Leuten, die auf jeder Veranstaltung rumturnen und immer auf der Suche nach dem „schnellen Geschäft“ sind. Halte Dich fern von solchen Leuten als Partner für Dein eigenes Network und mache es nicht so wie sie!

Was ist Networking und wie betreibt man es erfolgreich?

„Networking“ bedeutet zunächst nichts anderes als den „Aufbau eines Netzwerkes von Personen“.

Erfolg erreicht man in und mit einem solchen Netzwerk jedoch nicht dadurch, dass man möglichst viele Einzelpersonen sammelt, die einen – vermeintlich! – unterstützen. Vielmehr es geht um den Aufbau eines Verbunds von Menschen, die optimal zusammenspielen und dabei gemeinsam den größtmöglichen Erfolg erzielen. Damit das funktioniert, sind mehrere Faktoren wichtig.

Um ein wirklich stabiles Netzwerk aufzubauen, ist weniger die Anzahl der Kontakte entscheidend als deren Qualität!

Stelle Dir einmal vor, Du würdest es Dir zur Aufgabe machen, den Hunger in der Welt zu bekämpfen und bräuchtest die Unterstützung der Regierungen dafür. Wäre es dann besser, die 50 einflussreichsten Politiker der Welt intensiv oder 500 Lokalpolitiker nur oberflächlich zu kennen? Keine Frage: Ersteres. Viele Menschen verwechseln jedoch Quantität mit Qualität und wundern sich dann, warum ihr Networking nicht funktioniert.

Viele vergessen auch, dass es „Net-Working“ und nicht „Net-Rumsitzen“ heißt. Es geht hier um Arbeit und um Professionalität. Nicht um Events mit leckerem Essen und Trinken. Natürlich darfst Du auch Kaffee und Kuchen genießen. Aber Dein Ziel auf solchen Events ist es, neue Leute zu treffen. Zu sondieren, wer in Dein Netzwerk passen könnte. Und bestehende Kontakte zu pflegen. Und bei all dem solltest Du immer jene Frage im Auge zu behalten, welche sich Dein Gegenüber zu jeder Zeit stellen wird. Es ist die Frage, „Was ist für mich drin?“ 

Tipps für Dein Networking bei Network-Events

Verändere Deine Einstellung und Dein Auftreten zum Positiven hin. Bewege Dich auf den Veranstaltungen mit Energie, einem sympathischen Lächeln und absoluter Offenheit. Stelle Dir bei jedem neuen Kontakt vor, Du würdest einen lange verschollenen Freund wiedertreffen. Dieser kleine Trick macht die Ansprache leichter und bringt das Eis für Dich (und Dein Gegenüber) schnell zum Schmelzen.

Vor allem aber solltest Du Dir ein eigenes Follow-up, also einen genauen Plan überlegen, wenn Du neue Kontakte sammelst.

Ich persönlich gehe folgendermaßen vor:

  • Ich notiere mir bereits während der Veranstaltung alle wichtigen Details zu dem neuen Kontakt. Und zwar auf der Rückseite der Visitenkarten, die ich erhalte.
  • Gleich anschließend pflege ich jeden neuen Kontakt in meine Datenbank ein, suche die jeweilige Person im Internet auf der Plattform XING und setze mir einen zeitnahen Termin für eine erneute Kontaktaufnahme.
  • An diesem Termin suche ich mir eine aktuelle Entwicklung oder nehme Bezug auf die Veranstaltung und rufe den Kontakt an, um mich positiv in Erinnerung zu bringen. In dem Gespräch vermeide ich jede Verkaufstätigkeit und suche nur nach den Bedürfnissen meines Gesprächspartners. Ich versuche, so viel wie möglich über ihn oder sie herauszubekommen.

Jetzt heißt es „dranbleiben“! Im Marketing gilt die Regel, es benötigt sieben Kontakte, bis ein Kunde oder Partner bei Dir kauft oder einsteigt. Überfalle die Person also nicht gleich mit Deiner Geschäftsidee, sondern baue den Kontakt erst einmal weiter aus. Aber gebe auch nicht gleich auf, wenn die Person nicht gleich auf Deine Geschäftsidee „anspringt“. Nutze das kontinuierliche Networking also als Quelle für zuverlässige, mehr und mehr interessierte und vorqualifizierte Neukunden und Geschäftspartner.

Noch eine Anmerkung zum Schluss

Immer wieder spreche ich mit Leuten, die mir erzählen, dass sie regelmäßig auf Networking-Veranstaltungen gehen, obwohl sie dort ihre Zielgruppe gar nicht treffen. Es tut mir leid, aber bislang habe ich nicht verstanden, wofür das gut sein soll … Vielmehr gibt es folgende Grundregel:

Geh dahin, wo Deine Zielgruppe ist! Darauf zu warten, dass jemand kommt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, ist verschwendete Zeit. Nutze diese Zeit besser dazu, Deine bestehenden Kontakte zu pflegen und Dir kontinuierlich einen immer größeren Kontaktkreis aufzubauen. Denn sonst handelst Du wie jemand, der dauernd Apfelbäume schüttelt, obwohl er nach Birnen sucht.

Alles in allem – und vor jedem Geheimtrick – geht es beim Networking für ein erfolgreiches Network um eine einzige Sache. Diese Sache ist so simpel, dass sie offenbar immer wieder in Vergessenheit gerät. Es geht beim Networking darum, die richtigen Leute richtig (also nicht falsch) anzusprechen, die richtigen Leute damit zu finden … und dann den Kontakt zu pflegen und mehr und mehr auszubauen. Denn viele – und oftmals dann die besten – Resultate aus einem neuen Kontakt zeigen sich nicht sofort, sondern erst nach Jahren! Daran wollte ich einfach nochmals erinnern.

Dein REKRU-TIER