Die falsche Strategie bei Misserfolg – 3 Dinge, die Du nicht tun darfst!

Mit der eigenen und ganz persönlichen Verantwortung für Erfolg und Misserfolg spreche ich über eines der wichtigsten Themen, die es für Unternehmer und Networker gibt. Entscheidend ist hierbei vor allem der richtige Umgang mit Misserfolg – denn dieser gehört zum Business einfach dazu und lässt sich nicht vermeiden. Dieser Blogbeitrag wird Dir hierzu viel an die Hand geben, was Du sofort umsetzen kannst. Und meine große Hoffnung ist, dass Du dies auch tust!

Denn es geht nicht nur um die Verantwortung für Deine geschäftlichen Ergebnisse, sondern letztlich um die Verantwortung für Dein gesamtes Leben. Als Networker, aber auch als ein glücklicher oder unglücklicher, zufriedener oder unzufriedener Mensch. Und hier sehe ich leider bei einer unglaublich großen Zahl von Networkern akuten Nachholbedarf. Und deshalb stelle ich auch an Dich die Frage: Spielst Du oberhalb oder unterhalb der Linie?

Die magische Linie zwischen Misserfolg und Erfolg

Im Leben jedes Menschen, aber besonders jedes Networkers gibt es eine magische Linie. Warum diese Linie so essenziell wichtig ist, ergibt sich daraus, welche drei Begriffe ganz groß unterhalb dieser Linie stehen:

  • Beschuldigung
  • Entschuldigung
  • Leugnen

Es ist kein Geheimnis (und auch keine Schande), dass es viele Menschen gibt, die nicht erfolgreich sind. Doch wen beschuldigen diese Menschen, dass es bei ihnen nicht läuft?

Da bietet sich Vieles an: Die Wirtschaft, ihre Kinder, ihre Führungskraft, ihre Partner, die Kunden, die Firma, die Schwiegermutter, die aktuelle Situation der Welt und Politik und vieles mehr. Es gibt IMMER jemanden, dem man die Schuld oder Verantwortung für den eigenen Misserfolg übertragen kann. Feine Sache, nicht wahr? Damit ist man ja selbst raus dem Schneider … und Opfer! Willst DU Opfer sein, oder bleiben?

Sicherlich kennst Du das Spiel schon, wenn man mit dem Finger auf etwas zeigen soll. Wenn man das machst, dann sind 3 Finger trotzdem immer noch auf einen selbst gerichtet. Daraus kann man ganz klar ableiten, dass bei allem im Leben immer drei Fünftel von einem selbst und nicht von äußeren Umständen abhängen ;-)!

Andere für die eigene Situation verantwortlich zu machen, ist einfach der falsche Weg. Es ist auch kein Ausweg, sondern eine Ausflucht und bringt Dich auf keinen grünen Zweig.

Beschuldigungen – Nicht die Anderen sind schuld an Deinem Misserfolg!

Wenn Du ein Team hast und unzufrieden mit der Leistung und Ergebnissen Deiner Leute bist, wenn Du den Eindruck hast, dass Deine Partner zu wenig tun und sie niemand Neues sponsern, dann möchte ich Dir den Tipp eines guten Freundes an die Hand geben. Dieser Freund gilt als einer der besten Leadership-Experten in Europa. Vor einigen Tagen habe ich mit ihm über das Thema Beschuldigung und Eigenverantwortung gesprochen. Und warum Teams häufig nicht so funktionieren, wie sie sollten. Seine Antwort auf meine Frage war klar und einfach:

„Bei der Führung ist es wie beim Fisch. Der fängt auch am Kopf zu stinken an!“

Einfach übersetzt heißt das: Wenn irgendwo ein Ziel nicht erreicht wird, muss man immer davon ausgehen, dass weniger die Mitarbeiter schuld sind, als dass die Führung versagt hat! Jemand Anderem oder der “Situation” (was oder wie auch immer diese sein soll) die Schuld zu geben, ist also immer der falsche Weg. Stattdessen sollten – ja müssen! – wir viel häufiger die Verantwortung bei uns selbst suchen. Da werden wir dann zumeist sehr schnell fündig. Und können damit SELBST etwas tun, bewirken und verändern!

Entschuldigungen? – Komm mir mit keinen Ausreden mehr!

Natürlich spricht niemand von „Ausreden“ beim eigenen Misserfolg. Da geht es dann eher um „Erklärungen“ und „Entschuldigungen“. So oder so, wir sind auf alle Fälle beim zweiten Punkt zum Thema „Spiel unter der Linie“.

Komischerweise tun sich die meisten Menschen viel leichter, die Geschichte ihres Misserfolgs zu erzählen als die ihres Erfolgs! Verstehe mich nicht falsch. Ich bin überzeugt davon, dass Misserfolg, Scheitern und Fehlermachen notwendig sind, um an seine Ziele zu kommen. Jeder noch so erfolgreiche Unternehmer hat in seiner Karriere große Niederlagen und Verluste erlitten. Das gehört einfach dazu und aus solchen Fehlern kann und sollte/ muss man lernen!

Was ich hier meine, sind jene „Entschuldigungen“, die man im Klartext nur als Ausreden bezeichnen kann. Ich meine also nicht die Entschuldigung dafür, wenn und dass etwas schiefgelaufen ist. Sondern jene Fälle, in denen man sich herausreden will, weil eben NICHTS passiert ist.

Eine kleine Geschichte dazu. Wenn ich auf unseren Seminaren mit Menschen spreche, die mir erklären, dass in ihrem Geschäft nichts vorangeht, dann sage ich immer: „Kein Problem – das können wir analysieren. Was hast Du denn im letzten Monat getan, damit etwas passiert?“ Und dann höre ich NIE: „Ich habe jeden Tag drei Direktkontakte gemacht, habe im Internet neue Leute gesucht, jeden Tag mindestens zwei neue eigene und vier Mitarbeiterkontakte angerufen, fast jeden Tag einen persönlichen Gesprächstermin gehabt und drei Schulungen besucht. Zudem habe ich zwei Fachbücher gelesen und mich darum gekümmert, dass ich sechs neue Endkunden gewonnen habe.“

Komisch, oder?

NOCH NIE habe ich so etwas gehört, wenn sich jemand beschwert, dass in seinem Geschäft nichts passiert. Woran das wohl liegt …? Stattdessen höre ich immer nur Geschichten, warum etwas NICHT geht. Warum der Zeitpunkt schlecht war, warum man dies oder jenes nicht machen konnte. AUSREDEN am laufenden Band! Letztendlich stellt sich immer heraus: Hier beschwert sich jemand, dass nichts vorangeht – und das, obwohl diese Person rein gar nichts dafür getan hat!

Falls also bei Dir nichts vorangehen sollte, dann sei ehrlich zu Dir selbst. Schau Dir an, was Du in den letzten vier Wochen getan haben. Und bleibe dann ehrlich Dir selbst gegenüber in der Erkenntnis oder dem Zugeständnis, wenn das nicht viel war! Letztendlich ist es so – und Du entscheidest, auf welcher Seite Du stehen möchtest:

„Erfolgreiche Menschen handeln. Erfolglose Menschen suchen Ausreden dafür, nicht handeln zu müssen.“

Der Realität ins Auge sehen statt sie zu leugnen – auch und gerade bei Misserfolg!

Das führt uns zum dritten Wort unter der magischen Linie: LEUGNEN!

Ich hatte neulich ein interessantes Gespräch mit einem Seminarteilnehmer, der seit zehn Monaten im Network ist und bisher weder einen Partner gesponsert noch auch nur einen einzigen Kunden gewonnen hat. Er war immer noch begeistert und der Meinung, dass alles gut liefe, er habe eben einfach noch nicht so gute Ergebnisse, wie er es sich wünschen würde. Ein klassischer Fall von Leugnen der Realität!

Leugnen bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass ich mir meiner Situation bewusst bin und die Realität kenne. Jedoch verschließe ich die Augen davor und hoffe, dass sich alles doch noch einmal zum Guten wendet. Aber wenn Du Dich als Unternehmer statt als Unterlasser verstehst, dann ist klar, dass Leugnen der Realität definitiv keine Option für Dich sein kann! Wie heißt es zudem so schön? „Hoffen ist der Tod des Kaufmanns!“

Zusammenfassung

Unter der Linie zu spielen heißt, Ausreden zu suchen, sich etwas vorzumachen und Gründe zu suchen, warum alles schlecht ist. Warum nichts funktioniert und nichts klappt. Es bedeutet, sich selbst in der Opferrolle zu sehen. Mit dem höchst praktischen Ergebnis, dass immer jemand Anderes schuld ist. Dem höchst unpraktischen Ergebnis jedoch auch, dass man unter diesem Blickwinkel selbst nichts ändern kann – eben ein Opfer äußerer Umstände ist … und bleibt!

Es liegt wie immer an Dir und in Deiner freien Entscheidung, ob Du Dich für den Erfolgs- oder den Opferweg entscheidest. Wenn Du – wie ich – das Erste vorziehst, dann ist der beste Weg dorthin, die 3 genannten Misserfolgs-Stategien bei Misserfolgen ab sofort komplett zu streichen. Denn im Unterschied zu einem Misserfolg, aus dem man lernen kann, führen einen die Misserfolgs-Strategien definitiv nicht weiter! Einen weiteren Weg – und produktiven Umgang – mit Misserfolgen verrate ich Dir in meinem Folgeartikel, den Du hier findest.

Maximale Erfolge damit und bei all Deinen Vorhaben wünscht Dir wie immer

Dein REKRU-TIER